Nichts geht mehr mit dem 3D-Drucker!?!

Nach etwas längerer Abstinenz vom 3D-Drucken, brauchte ich nun dringend ein Teil, so dass ich mir endlich mal wieder Zeit nehmen musste, um den Creator anzuwerfen. Doch Oh Graus – nichts klappt mehr!

Kein Druck haftet bis zum Schluss. Der rechte Extruder verstopft – aber diesmal so richtig, so dass nur die Nummer mit dem glühenden Stück Draht eine Lösung verspricht.

Wer ähnliche Probleme hat, dem mögen folgende Tips zu neuem Spass am 3D-Drucken verhelfen:

  1. Das Druckbett justieren! Auch mehrmals hintereinander! Ich habe festgestellt, dass es zwei bis drei Justagen benötigt, bis Platte und Schrauben und deren Spannung zueinander ausgeglichen und das Bett gerade ist. Man merkt, dass es nicht entspannt ist, wenn das Drehen einer Justageschraube sehr schwer geht bzw. an einer anderen Stelle fast frei läuft.
  2. Den „Bottom“ Parameter von Skeinforge überprüfen. Im Zweifel komplett ausmachen und das Druckbett so justieren, dass der Abstand zwischen Extruder und Druckbett nicht mehr zu sehen ist.
  3. Neues Kapton-Band aufkleben und dies möglichst ohne Blasen! Wenn doch Blasen, die von der Smartphone-Schutzfolie bekannte Technik anwenden: Mit einer Kreditkarte die Blasen zusammen schieben und dann zum Rand hin weg. drücken.
  4. Das Filament prüfen! Ich habe hier einfaches billiges schwarzes 1,75mm ABS-Filament, das sich doch sage und schreibe zwischen 1,79 und 1,81mm Durchmesser bewegt. Das liegt aber wohl auch daran, dass die Rolle frei im Raum steht und so den Klimaverhältnissen (Feuchtigkeitsgehalt der Luft) ausgesetzt ist. Da es bei uns eher eine hohe Luftfeuchtigkeit hat, hat sich das Filament wohl kräftig voll gesaugt und ist dadurch dicker geworden. Ich muss bei ReplicatorG den „Filament Diameter“ auf sage und schreibe 2.0 stellen, damit nicht zu viel aus dem Extruder kommt. Dies äußerte sich übrigens durch Stottern beim Einzug, obwohl der Abstand Extruder zu Druckbett sogar eher zu gering war.
  5. Das Filamemt prüfen! Und zwar auch darauf, ob vielleicht der Krümmungsgrad des Filamentes zu stark ist, weil es schlecht hergestellt wurde und die Rolle am Ende ist, wo der Durchmesser natürlich immer kleiner wird. Es kann sein, dass die Krümmung dazu führt, dass der Anfang des Filamentes beim Einfädeln nach dem Zahnrad-Einzug neben das Loch zur Schmelzkammer stößt. Das unschöne Knattern und Stoppen des Filament-EInzugs ist die Folge.
  6. Lösung für den verstopften Extruder kommt später – zum Glück hat man ja zwei Extruder 🙂 Es hat auf jeden Fall einmal kurz funktioniert bis zum erneuten Filament-Wechsel (zum obigen schwarzen), nachdem ich mit einem Draht von oben in den hocherhitzten (260°C) Extruder/Schmelzkammer gegangen bin und dabei jede Menge Filament-Reste heraus holen konnte. Der Wechsel hat dann wohl wegen dem zu dicken Filament erneut zur Verstopfung geführt *facepalm*.

 

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