ABS-Aceton Slurry

Ich bin dem Tip von TechShopJim gefolgt und habe mein HBP mit einer Flüssigkeit beschmiert, die aus in Aceton (aus der Apotheke) aufgelösten ABS-Schnipseln besteht (Druckabfälle/Fehldrucke/Rafts etc.).

Man nehme ein altes Marmeladenglas und fülle es etwa 1/4 bis 1/2 mit den ABS-Schnipseln. Sollten wohl nicht zu groß und kompakt sein, da das Auflösen sonst länger dauert.

Darauf schütte man etwa soviel, bis das Glas halb gefüllt ist. Ich habe ca. 100ml Aceton auf eine Handvoll ABS geschüttet.

Das ganz einwirken lassen – zwischendurch immer mal schütteln, dann geht es schneller.

Am nächsten Tag hat man eine schwarz-graue wässrige Lösung. Diese dann mit einem Wattestäbchen auf die HBP auftragen. Der Tip sagt, es sollte nicht zu gleichmäßig sein, da sonst das Ablösen des Drucks sehr schwierig wird, weil es zu gut klebt.

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Wie versprochen, gehören die hoch biegenden Ecken mit der Benutzung des ABS-Slurries der Vergangenheit an! Wie man auf den folgenden Bilder sieht, ist der USB-Stick-/SD-Karten-Halter 100% gerade gedruckt ohne eine „warped“ Ecke. Das Ablösen ist allerdings nur mit einem flachen Schraubenzieher o.ä. möglich, indem man sich unter eine Ecke arbeitet und dann den Schraubenzieher dreht, so dass sich das gedruckte Teil von der HBP löst.

Das große Problem an der ganzen Sache ist aber offensichtlich, dass die Fläche des Objektes, die Kontakt mit dem ABS-Slurry hatte, unschön verfärbt bzw. eher sogar belegt ist. Müsste man abschleifen, wenn die Seite nicht als Standfläche verwendet wird.

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4 Kommentare


  1. Du könntest Versuchen die Farbspuren mit Aceton abzuwischen, vielleicht funktioniert es ja.
    Aceton bekommst du im Kanister über Ebay wahrscheinlich günstiger als in der Apotheke, ich habe damals ca. 50€ für 20L bezahlt.

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  2. Hallo,
    ich bin auf der Suche nach einer Klebestiftalternative auf diese Seite gestoßen. Vielen dank, die ABS-Aceton Lösung klappt super.
    Ich wollte nur noch ein paar Erkenntnisse hierlassen:
    Bei mir (Ultimaker 2) ist es wichtig nur eine sehr dünne Schicht von der Lösung aufzutragen, und die Rückstände der Acetonlösung eines vorherigen Druckes gründlich abzuputzen. Ich benutze hierfür ersteinmal einen Ceranfeldschaber, danach lasse ich ich ca. eine Minute einen Fensterreiniger (Sidolin Streifenfrei) einwirken. Danach abwischen, und ein letzter Reinigungsvorgang mit Isopropanol. Ich drucke mit PLA Filament und es scheint sich ansonsten folgendes Fehlerbild zu ergeben:
    Wenn die Acetonlösung zu dick ist, fährt die Düse in diese hinein, und das ABS scheint sich in der Düse festzusetzen. Durch die für ABS benötigte höhere Schmelztemperatur kann kein PLA mehr nachfließen und der Druck muss abgebrochen werden. Wenn es soweit gekommen ist, heize ich die Düse manuell auf ca 240°C auf, und schiebe eine sehr dünne einzelne Metalllitze sehr langsam (1mm/sec) in die Düse. Dann lasse ich das Filament über die Firmware langsam manuell herausdrücken und ziehe die Litze im gleichen Tempo mit herraus. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
    Achja, ich habe weißen ABS Kunstoff genommen (ein altes TK Gehäuse liefert mir meinen Vorrat), und damit habe ich keinerlei Probleme mit Verfärbungen.
    Beste Grüße
    lazarusCantini

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    1. Der Ultimaker 2 hat eine Glasplatte, oder? Ja da ist ein Ceranfeld-Kratzer sicher klasse zur Grundreinigung!Ich kann bei meinem Flashforge leider kein PLA benutzen, da die Düsen von der Baureihe nicht PLA tauglich sind. Beim ABS bauche ich aber auch keinen Aceton-Slurry. Da wo Ecken hoch kommen hilft der dann auch nichts, macht aber eine große Sauerei auf der nicht-Glasplatte.

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